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Spezialitäten
Badische Suppkultur

Die Suppenoase
Dienstag Mittag auf dem Offenburger Wochenmarkt. Es ist Herbst geworden und ein kalter Wind pfeift uns um die Nase. Blätter wehen durch die Marktstände an denen ich mich für die Woche eindecke. Frisches Herbstgemüse, frische Kräuter, etwas vom Metzger und vom Geflügelhof habe ich in meinem Korb.
Und plötzlich in der Nase.
Frische Kartoffelsuppe, mit Lachsstreifen, mit Speck, mit Wienerle. Kürbiscreme. Badische Nudelsuppe mit Tafelspitz.
Der ganze Fischmarkt duftet nach Suppe. Guter Suppe.
Schau einer an - das Portal des St. Andreas Kirchles öffnet sich und - Ah - Guten Morgen Herr Pfarrer, was für ein Süppchen darfs heute sein?
Und schon stehe ich auch in der Reihe vor dem kleinen Stand und alsbald mit meiner Suppe am einzigen Steh - Bistrotisch und man rückt zusammen. Genießt seine Suppe und tauscht nach den ersten Löffeln Lob fürs Süppchen und Ideen übers Rezept. Das ist kommunikatives Suppenfassen.
Hmmm, eine Karottencreme mit Zitronengras und Ingwer lasse ich mir munden. Badisch - asiatische Crossover Küche. Badisch - international gut. Und aus der Suppe meines Tischnachbarn duftet es herrlich nach frischen Kräutern aus dem heimischen Garten. Da scheint doch tatsächlich die Sonne aus der Terinne.
Da hatte die Familie Pfändler eine wirklich phännomenale Idee, frisch zubereitete Speisen am Wochenmarkt anzubieten. So ein heißes Süppchen im kalten Winter wird gerne angenommen. Und auch mitgenommen.
Nächste Woche gibt es Linsen mit selbstgeschabten Spätzle und einem Schuss hausgemachtem Verjus, ich bin wieder dabei, jenseits üblicher Fastfoodpfade.
Die Suppenküche
Familie Pfändler
Dienstags beim Wochenmarkt, St Andreas Kirche am Fischmarkt
Warme Speisen, natürlich auch zum mitnehmen, zwischen 9 und 13 Uhr
Auf Anfrage wandern die Suppenkessel auch zu Ihnen nach Hause
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